Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, müssen Sie Cookies akzeptieren. Einige Funktionen wie z.B. der Mitgliederbereich und die Online-Schulungsanmeldung funktionieren aus technischen Gründen nicht ohne die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Profi-Partner
Kostenlose Mitgliedschaft für Baupersonal von Bauunternehmen!

Leitungs-
auskunft

Schulung und Qualifizierung
GW 129/S 129
Online-Ausschreibung
Anmeldung

Wissenswertes

Profi-Partner Login

Erste GW 129-Schulung unter Coronabedingungen mit Auszubildenden

ABC-Bau-Rostrup
Schulungszentrum ABC Bau Rostrup in Bad Zwischenahn
Schulungen werden seit Anfang Mai wieder aufgenommen. Jedoch unter Berücksichtigung der tagesaktuellen Hygienevorgaben. Schulungsträger stellen sich dabei auch auf Anforderungen von Netzbetreibern und Versorgern ein. So sind teilweise Mund-Nasen-Masken in Gebäuden wie im Freibereich auch während des Unterrichts obligatorisch. Falls es die Ausbildungssituation erfordert, kommen auch Gesichtsvisiere zum Einsatz. Zudem sind Lehrer je nach Schulungszentrum und betreffendem Bundesland angewiesen, während des Unterrichts nicht mehr durch die Reihen zu gehen, sondern hinter einer Plexiglasscheibe den Unterricht zu halten.   

Teilnehmer können sich wieder über die ausgeschriebenen GW 129-Online-Schulungsplattform unter www.profi-partner-club.de anmelden.   

In den Ausbildungszentren der Bauwirtschaft BW in Geradstetten und im Schulungszentrum Bau ABC Rostrup, Bad Zwischenahn, fanden Mitte Mai unter folgenden Vorgaben die ersten Schulungen seit dem strikten Lockdown statt:   

  • Begrenzte Teilnehmer Zahl auf 25, 
  • 1,5 m Abstand mit Einzeltischen 
  • Gestaffelte Pausenzeiten 
  • Mund-Nasenschutz   

Fazit: Alle, Schüler wie Lehrer, verhielten sich sehr diszipliniert und haben die speziellen Regeln eingehalten!  
BW-Geradstetten
Bildungszentrum Bau Geradstetten in Remshalden

Aufweichung des Wettbewerbs am deutschen Tiefbau-Markt

Seitdem jetzt seitens der Bundesregierung der Ausbau des Breitbandnetzes mit aller Macht vorangetrieben wird, wird es eng auf dem Tiefbau-Markt. Für deutsche Tiefbaufirmen eigentlich eine ideale Situation, denn die Auftragsbücher sind voll wie nie und manche Auftraggeber müssen wochenlang warten, bis sie einen freien Termin bekommen. Soweit, so gut. Doch kommen aufgrund dieser Situation immer mehr Anbieter aus den EU-Ländern auf den deutschen Markt, die leider zum überwiegenden Teil nicht die vorgeschriebene Qualifikation und – fast noch wichtiger – nicht die für die unter der Erde liegende und sehr komplexe deutsche Versorgungsinfrastruktur dringend notwendige Sensibilität besitzen.

Auf Branchenmessen kann man daher verstärkt ausländische Aussteller finden, die anbieten, schnell und kostengünstig Tiefbauarbeiten zu planen und durchzuführen. Auf frei verfügbares Online-Kartenmaterial aufsetzend, werden so schnell grundsätzliche Pläne für Gemeinden, aber auch Detailplanungen für Einzelmaßnahmen erstellt. Sollte sich bei Bauarbeiten dann vor Ort unter der Erde eine Infrastruktur (Kabelschacht, Verteiler oder Leitung) finden, so würde „ein Klick genügen, und die Leitung kommt eben auf die andere Straßenseite oder der Verteilschacht ein paar Meter weiter!“ Erkundigungspflicht? Ja, davon habe man jetzt gehört, das müsse aber der Auftraggeber eigens bestellen. Regelwerke wie GW 381 oder GW 129/S 129? Böhmische Dörfer!

Noch gravierender wird es bei Dienstleistern, die beispielsweise nur den „Geräteeinsatz“ anbieten. Sie fahren von Baustelle zu Baustelle und fräsen entlang der Markierungen den Asphalt auf. Selbst bei einem Kongress konnte man erleben, wie Nano-, Micro- und Normaltrenching durcheinander geworfen werden. Manch auf den Cent schauender Bauamtsleiter in den Kommunen bestellt scheinbar minimal invasives Nanotrenching, erhält aber kurzerhand eine Furche von 30 bis 50 Zentimeter, die sich durch fast alle Hausanschlüsse der anderen Medien gefräst hat. Hinzu kommen wegfallende Gewährleistungen bei technischen Bauwerken wie beispielsweise Straßen, wenn die plötzlich offen für Frost sind und deren Tragfähigkeit durch „Sollbruchstellen“ minimiert wird. Dann sind die Sub-Unternehmer mit ihrer Trenchingfräse schon längst weitergezogen.

Aber auch Trenchings mit gewollten Minderdeckungen haben ihre Tücke. 10 Zentimeter Deckung über einem Glasfaserkabel klingen einfach, sicher und schnell. Doch sollte der Müllwagen mit seiner Tonnage darüber ein paar Runden gefahren sein, wird unweigerlich das Glasfaserkabel in Mitleidenschaft gezogen sein und neue Bauarbeiten – und damit Kosten – stehen an.

Fazit: So schnell und günstig ausländische Auftragnehmer auch sind, als Auftraggeber muss man dringend auf deren Qualifikation und die Ausbildung der Mitarbeiter achten. Das betrifft sowohl Auftraggeber ganzer Baumaßnahmen als auch Tiefbaufirmen, die Teilarbeiten an Subunternehmer weiter vergeben. Neben einem sich vergrößernden Gefahrenpotential für unsere Versorgungsinfrastruktur durch nicht entsprechend ausgebildete und zertifizierte Unternehmen entsteht so auch letztlich für deutsche Firmen, die in die geforderte Ausbildung ihrer Mitarbeiter Zeit und Geld investieren, eine mittel- bis langfristige Wettbewerbsverzerrung.

Darum unser Appell an Auftraggeber: Auch, wenn sie Geld sparen wollen, schauen Sie auf die vorgeschriebenen Zertifikate und Qualifikationen der zu beauftragenden Firmen!

Mindestanforderung für Baufirmen und deren Mitarbeiter

Die Zahl der Schäden an Versorgungsleitungen nimmt spürbar zu, auch auf Baustellen, auf denen ungenügend qualifizierte Mitarbeiter aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels eingesetzt werden. Zudem finden sich immer mehr Baufirmen auf dem deutschen Markt, die aus dem EU-Ausland kommen und sich mit deutschen Regelwerken, aber auch dem System der deutschen Versorgungsinfrastrukturen nicht auskennen. Erdverkabelung von Stromleitungen und Kommunikationskabeln? In manchen Ländern werden die immer noch fast ausschließlich an Hausgiebeln befestigt – und kommen deswegen bei Baggerarbeiten nicht in die Quere. Um so wichtiger ist es, dass Baufirmen und deren Mitarbeiter entsprechende Qualifikationen aufweisen können, wie sie für deutsche Firmen auch gelten, die an oder in der Nähe von Versorgungsinfrastrukturen arbeiten. 

Aus diesem Grund weisen wir auf die „Empfehlung Mindestanforderungen Baufirmen beim Breitbandausbau durch den VST (nach VDE-AR-N 4220 und 4221/DVGW GW 381)“ hin, die als Download einsehbar ist. Der VST fordert darin den Auftraggeber der Verlegung eines Breitbandkabels auf, nur geeignete Baufirmen zu beauftragen.

E-Training auf netze-bw.de

E-Learning-Titelbild
Als weiteren Baustein in der Prävention gegen Leitungsschäden bei Tiefbauarbeiten hat die Netze BW gemeinsam mit der Firma WTT CampusONE und Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. ein E-Training „Sicherer Tiefbau an Leitungen“ entwickelt, das es in sich hat!
Das E-Training ist speziell für Personen entwickelt, die im Bereich von Leitungsnetzen Tiefbauarbeiten durchführen. Durch das E-Training erfahren Baufachleute, wie sie Schäden vermeiden können und was zu tun ist, sollte doch ein Schaden entstanden sein.

3 Gründe für Sie als Tiefbauunternehmen, das E-Training mitzumachen:

  • Sie vermeiden Schäden und deren finanziellen Folgen für Ihr Unternehmen
  • Sie erfüllen Ihre Unternehmerpflichten nach „BetrSichV“ zum Schutz Ihrer Mitarbeiter
  • Sie sorgen für Abwechslung und Spaß bei der Unterweisung 

Mehr über das E-Training und wie Sie die Sonderaktion der Netze BW nutzen können, erfahren Sie auf der Internetseite: https://www.netze-bw.de/Bagger-E-Training

Prävention – aus der Praxis.

Wichtig: aktuelle und vollständige Kataster-Pläne auf der Baustelle!

Markierungen
Es ist sinnvoll, den Verlauf der Leitungen jeweils einmal vorher aufzusprayen. Dabei merkt man dann schnell, wenn man sich bei der Umrechnung und Übertragung in die Realität vertan hat. Aber auch sonst ist das farbige Markieren auf dem Boden sinnvoll, weil dann jeder sehen kann, wo man besonders aufpassen muss. Aber dazu bedarf es eines realen Plans aus Papier auf der Baustelle. Ebenfalls hilfreich sind diese Markierungen für die Freigabe der Baustelle durch die Fachleute des Netzbetreibers. So wird gleich erkenntlich, dass Sie als Bauunternehmen sorgfältig und umsichtig bei der Übertragung der Daten vom Plan auf die Baustelle umgehen.

Vor der Aufnahme von Arbeiten mit Baugeräten sollten Pläne und Markierungen auf jeden Fall mit den jeweiligen Mitarbeitern durchgesprochen werden. Der Baugeräteführer tut gut daran, auch selbst den Plan einzusehen und sich nicht allein auf Anweisungen des Poliers oder Baustellenleiters zu verlassen. Denn im Schadensfall kann auch ihn eine Mitschuld treffen, wenn er fahrlässig einfach losgebaggert hat.

Viel zu oft kommt es vor, dass die Pläne schön sicher vor Regen und Dreck im Büro liegen und auf der Baustelle nur eine Schwarz-Weiß-Kopie vorhanden ist. Vielleicht gut für den Originalplan, aber sehr schlecht für die Sicherheit auf der Baustelle. Genauso fahrlässig ist es, wenn der Bauleiter die Pläne auf seinem Handy abgespeichert hat. Das macht es nämlich unmöglich, die unterschiedlichen Leitungen zueinander in Bezug zu setzen. Wenn also kein richtiger Plan auf der Baustelle vorliegt, gibt es seitens des Netzbetreibers spätestens bei der ersten Besichtigung Schwierigkeiten – dann kann auch durchaus die Baustelle einmal ganz schnell stillgelegt werden. Sollte es zu einem Schaden kommen, wie jetzt in Berlin, dann muss sich das Bauunternehmen aber ganz warm anziehen. Deshalb immer dran denken: Alle Pläne gehören auf die Baustelle!

Der BMVI vergibt Handlungs-
empfehlungen zu
Hygienemaßnahmen

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI veröffentlichte aktuell wegen Covid-19 eine Handlungsempfehlung zu „Hygienemaßnahmen für Hausanschlüsse“. 


Redaktion Verband Sicherer Tiefbau e.V.     
Das Original können Sie hier Downloaden