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Aufweichung des Wettbewerbs am deutschen Tiefbau-Markt

Seitdem jetzt seitens der Bundesregierung der Ausbau des Breitbandnetzes mit aller Macht vorangetrieben wird, wird es eng auf dem Tiefbau-Markt. Für deutsche Tiefbaufirmen eigentlich eine ideale Situation, denn die Auftragsbücher sind voll wie nie und manche Auftraggeber müssen wochenlang warten, bis sie einen freien Termin bekommen. Soweit, so gut. Doch kommen aufgrund dieser Situation immer mehr Anbieter aus den EU-Ländern auf den deutschen Markt, die leider zum überwiegenden Teil nicht die vorgeschriebene Qualifikation und – fast noch wichtiger – nicht die für die unter der Erde liegende und sehr komplexe deutsche Versorgungsinfrastruktur dringend notwendige Sensibilität besitzen.

Auf Branchenmessen kann man daher verstärkt ausländische Aussteller finden, die anbieten, schnell und kostengünstig Tiefbauarbeiten zu planen und durchzuführen. Auf frei verfügbares Online-Kartenmaterial aufsetzend, werden so schnell grundsätzliche Pläne für Gemeinden, aber auch Detailplanungen für Einzelmaßnahmen erstellt. Sollte sich bei Bauarbeiten dann vor Ort unter der Erde eine Infrastruktur (Kabelschacht, Verteiler oder Leitung) finden, so würde „ein Klick genügen, und die Leitung kommt eben auf die andere Straßenseite oder der Verteilschacht ein paar Meter weiter!“ Erkundigungspflicht? Ja, davon habe man jetzt gehört, das müsse aber der Auftraggeber eigens bestellen. Regelwerke wie GW 381 oder GW 129/S 129? Böhmische Dörfer!

Noch gravierender wird es bei Dienstleistern, die beispielsweise nur den „Geräteeinsatz“ anbieten. Sie fahren von Baustelle zu Baustelle und fräsen entlang der Markierungen den Asphalt auf. Selbst bei einem Kongress konnte man erleben, wie Nano-, Micro- und Normaltrenching durcheinander geworfen werden. Manch auf den Cent schauender Bauamtsleiter in den Kommunen bestellt scheinbar minimal invasives Nanotrenching, erhält aber kurzerhand eine Furche von 30 bis 50 Zentimeter, die sich durch fast alle Hausanschlüsse der anderen Medien gefräst hat. Hinzu kommen wegfallende Gewährleistungen bei technischen Bauwerken wie beispielsweise Straßen, wenn die plötzlich offen für Frost sind und deren Tragfähigkeit durch „Sollbruchstellen“ minimiert wird. Dann sind die Sub-Unternehmer mit ihrer Trenchingfräse schon längst weitergezogen.

Aber auch Trenchings mit gewollten Minderdeckungen haben ihre Tücke. 10 Zentimeter Deckung über einem Glasfaserkabel klingen einfach, sicher und schnell. Doch sollte der Müllwagen mit seiner Tonnage darüber ein paar Runden gefahren sein, wird unweigerlich das Glasfaserkabel in Mitleidenschaft gezogen sein und neue Bauarbeiten – und damit Kosten – stehen an.

Fazit: So schnell und günstig ausländische Auftragnehmer auch sind, als Auftraggeber muss man dringend auf deren Qualifikation und die Ausbildung der Mitarbeiter achten. Das betrifft sowohl Auftraggeber ganzer Baumaßnahmen als auch Tiefbaufirmen, die Teilarbeiten an Subunternehmer weiter vergeben. Neben einem sich vergrößernden Gefahrenpotential für unsere Versorgungsinfrastruktur durch nicht entsprechend ausgebildete und zertifizierte Unternehmen entsteht so auch letztlich für deutsche Firmen, die in die geforderte Ausbildung ihrer Mitarbeiter Zeit und Geld investieren, eine mittel- bis langfristige Wettbewerbsverzerrung.

Darum unser Appell an Auftraggeber: Auch, wenn sie Geld sparen wollen, schauen Sie auf die vorgeschriebenen Zertifikate und Qualifikationen der zu beauftragenden Firmen!

Profi-Tipp vom Fachmann

Michael Rasel-Puth, GW 129/S 129-Trainer, u.a. im Sicherheitstechnischen Zentrum Oberneisen

M.Rasel-Puth
Natürlich ist die Handschachtung langwierig und anstrengend – das wissen wir als Netzbetreiber auch. Aber der Aufwand für Suchschlitze ist gemäß VOB DIN 18 300 „Erdarbeiten“ im Rahmen von Erdarbeiten keine Nebenleistung und kann damit gesondert vergütet werden. Schließlich ist das Auffinden (Ausmachen) der Leitung im beiderseitigen Interesse von Auftraggeber und Auftragnehmer. Unfallverhütungsvorschriften regeln das zudem ebenfalls ganz eindeutig.

Wer im Sommer bei sengender Hitze oder im Winter bei Eis und Schnee und zusätzlich gefrorenem Erdreich mit der Schaufel im Graben steht, der hat es sicherlich nicht leicht. Der Kollege auf dem Bagger hat es da etwas bequemer. Dennoch darf der nicht schnell einmal einen „kleinen Gefallen“ tun und mal eben „ganz vorsichtig“ mit der Baggerschaufel ein wenig kratzen, wo eigentlich nur Handschachtung erlaubt ist! So ein Gefallen kann schnell einen Schaden verursachen, dessen Folgen unabsehbar ist.

In der Schulung warne ich ganz eindringlich vor der Haltung, dass „einem schon nix passieren kann, weil man ja schon X Jahre Erfahrung hat.“ Das ist lebensgefährlich für einen selbst und die anderen Kollegen auf der Baustelle. Selbst die Handschachtung muss vorsichtig ausgeführt werden. Das Freilegen der Leitung muss mit äußerster Vorsicht geschehen, man sollte dabei die Schaufel möglichst waagerecht führen und schon gar nicht mit der Spitzhacke arbeiten. Denken Sie immer daran: Sie haben nur eine Gesundheit und nur ein Leben!

E-Training auf netze-bw.de

E-Learning-Titelbild
Als weiteren Baustein in der Prävention gegen Leitungsschäden bei Tiefbauarbeiten hat die Netze BW gemeinsam mit der Firma WTT CampusONE und Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. ein E-Training „Sicherer Tiefbau an Leitungen“ entwickelt, das es in sich hat!
Das E-Training ist speziell für Personen entwickelt, die im Bereich von Leitungsnetzen Tiefbauarbeiten durchführen. Durch das E-Training erfahren Baufachleute, wie sie Schäden vermeiden können und was zu tun ist, sollte doch ein Schaden entstanden sein.

3 Gründe für Sie als Tiefbauunternehmen, das E-Training mitzumachen:

  • Sie vermeiden Schäden und deren finanziellen Folgen für Ihr Unternehmen
  • Sie erfüllen Ihre Unternehmerpflichten nach „BetrSichV“ zum Schutz Ihrer Mitarbeiter
  • Sie sorgen für Abwechslung und Spaß bei der Unterweisung 

Mehr über das E-Training und wie Sie die Sonderaktion der Netze BW nutzen können, erfahren Sie auf der Internetseite: https://www.netze-bw.de/Bagger-E-Training

Die aktuelle „… aber sicher!®“

Ausgabe 72

Mit aktuellen Verbandsnachrichten
  • Steilste Standseilbahn
  • Aus der Praxis: Verkehrssicherungspflicht
  • Tipps vom Fachmann
  • Anbaugeräte richtig wechseln (ein Beitrag der BG bau)
  • Irrtümer im Straßenverkehr 
  • Planung und Bauaufsicht der Stadtwerke Herborn 
  • Stadtwerke Mühlheim neueste Übergabestation 
  • Schwer-Last für Energie
  • ONTRAS veröffentlicht Nachhaltigkeitsprogramm
  • Wie geht es weiter mit dem Biogas? Erdgas Südwest
  • Deutschland verpulvert CO2-Budget
  • „Taunusstollen“ Stadtwerke Bad Homburg v.d. Höhe 
  • ... und nicht zu vergessen, unser aktuelles Gewinnspiel.

Der stolze Gewinner aus dem Gewinnspiel der Magazin-Ausgabe 71

Gewinner 71
Dennis Reitel aus Wiesbaden war der glückliche Gewinner unseres Gewinnspiels aus der letzten „… aber sicher!®“ Ausgabe. Zu gewinnen gab es ein Snowboard – passend zu den zurzeit herrschenden optimalen Temperaturen für den weißen Sport. Die Freude war groß, so dass uns Dennis Reitel gleich ein Bild in die Redaktion nach Mainz schickte. Nachträglich noch einmal „Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß auf der Piste!“

Vielleicht hat ja auch einer der letzten Gewinner ein Foto von sich und dem Gewinn? Wir würden uns freuen, wenn wir die auf der Webseite und im Magazin veröffentlichen dürfen. Zwar nennen wir jedesmal den Gewinner mit Namen und Wohnort direkt unten im Gewinnspieltext – aber so ein Foto ist noch einmal eine ganz andere Nummer.

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Vorbereitungslehrgang für Anfänger(innen) zum „Geprüften Bagger-Laderfahrer(in)“
Termin: 
01.04 bis 12.04.2019
9 Tage Lehrgang
1 Tag Prüfung

Finanzielle Förderung für Schulungen und Prüfungen in ZUMBau-Prüfstätten.

Ort 

Ausbildungszentrum AGV Bau Saar gGmbH

Gebühr

Mitgliedsfirmen: 990,00 Euro/Teilnehmer

Nichtmitgliedsfirmen: 1.240,00 Euro/Teilnehmer

Prüfungsgebühr: 350,00 Euro/Teilnehmer


Vorbereitungs-Lehrgang für Fortgeschrittene zum „Geprüften Bagger-Laderfahrer(in)“
Termin 
06.05. bis 09.05.2019
3 Tage Lehrgang
1 Tag Prüfung
Ort 

Ausbildungszentrum AGV Bau Saar gGmbH

Gebühr

Mitgliedsfirmen: 440,00 Euro/Teilnehmer

Nichtmitgliedsfirmen: 590,00 Euro/Teilnehmer

Prüfungsgebühr: 350,00 Euro/Teilnehmer


Information und Anmeldung über
Ausbildungszentrum AGV Bau Saar GmbH
Kolbenholz 1–2 u. 4–5
66121 Saarbrücken
Telefon: 0681 98906-0