Schadensbeispiele

Mal eben schnell gebaggert, wo eigentlich Handschachtung vorgesehen ist? Genau so wenig ein Kavaliersdelikt wie die Aufnahme von Baggerarbeiten, ohne sich vorher über im Boden befindliche Versorgungsleitungen bei den betreffenden Netzbetreibern zu informieren! Wer hier fahrlässig handelt, hat mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Wählen Sie ein Beispiel!

 


 

Baggerfahrer durch Bombe getötet

Gleich zu Beginn des neuen Jahres 2014 gibt es einen durch eine Weltkriegsbombe zu Tode gekommenen Baggerfahrer zu beklagen.

Am 3. Januar wurde in Euskirchen bei Köln ein Baggerfahrer getötet, der bei Baggerarbeiten auf eine Bombe des letzten Weltkrieges stieß. Zwei Menschen wurden schwer, elf leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Bombe war nicht während der Entschärfung explodiert, sondern wurde durch die Erschütterungen der Arbeiten während der Ausschachtungen gezündet. Der Kollege auf dem Bagger hatte somit keine Chance, der Gefahr zu entgehen. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Bagger in Flammen. Bis zu 800 Meter weit waren die Auswirkungen der Druckwelle der explodierten Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu spüren. In weitem Umkreis gingen durch die Druckwelle zahlreiche Türen und Fenster zu Bruch. Es sei noch nicht bekannt, ob möglicherweise noch weitere Bomben in dem Areal liegen würden, hieß es am Nachmittag des Unglückstages.

Hier zur Fotostrecke in der Abendzeitung München Pfeil Querverweis

 


 

Aus der Tageszeitung

Beispiel-1

 

 


Beispiel-2  

 

 


 

Toter Kollege in Ludwigshafen

Gasexplosion Ludwigshafen-1

 

Eine verheerende Gasexplosion hat gestern, am 23. Oktober 2014, in Ludwigshafen am Rhein einen Mitarbeiter einer Baufirma getötet und weitere 22 Menschen verletzt, 7 davon schwer. Nach Aussage des Ludwigshafener Feuerwehrchefs gehören drei der Schwerverletzten zu der Baufirma, die mit Arbeiten an einer Gasleitung betraut war. Ein Wohnhaus in der Nähe des Unglücksortes geriet in Brand, aber insgesamt wurden 50 Häuser beschädigt, von denen einige sogar zunächst nicht mehr bewohnt werden können. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kam noch am Abend nach Ludwigshafen und stellte fest, dass „das Ausmaß der Zerstörung wirklich schlimm ist“. Zur Unfallursache kann zurzeit noch nichts Genaues gesagt werden, weil die Untersuchungen der Behörden noch andauern. Im Tweet des Polizeipräsidiums Rheinpfalz finden Sie News und Fotos zu den aktuellen Ermittlungen der Explosion: https://twitter.com/PP_Rheinpfalz

 


 

Tödlicher Unfall

Tragisch endete ein Unfall in Husum Ende Oktober. Ein Bauarbeiter wollte einen Kran für die Montage einer Photovoltaik-Anlage in Sönnebüll einweisen. An seinem Standort wurde er jedoch durch die Sonne geblendet und übersah eine 20 KV Mittelspannungsleitung. So fuhr der Kran weiter und kollidierte mit eben dieser Stromleitung. Der Strom floss über den Kran in den Boden und verletzte den daneben stehenden Mitarbeiter so schwer, dass er nach erfolgreicher Reanimation per Hubschrauber in das Schwerbrand-Verletzten-Zentrum der UNI-Klinik Lübeck geflogen werden musste. Der Kranführer selbst blieb unverletzt, weil er in seiner Kabine sitzen geblieben war

 


 

Strom und Wasser fielen in Potsdamer Einkaufszentrum aus

Beherzt hatte der Baggerführer Mitte Oktober die Schaufel seines Baggers in das Erdreich gerammt und prompt getroffen. Die Folge war ein massiver Stromausfall, bei dem neben einigen Potsdamer Vororten auch ein Einkaufszentrum ohne Strom blieb. Da auch das Wasserwerk in Staaken von der Elektrizitätszufuhr abgeschnitten wurde, sank der Wasserdruck in einigen Gemeinden. Ursprünglich sollte nur eine alte Wasserleitung aus der Erde gebaggert werden, aber der Maschinenführer baggerte emsig viel weiter, als eigentlich geplant war. Pech nur, dass er gleich beide Mittelspannungsleitungen des Stromnetzes durchtrennte, so konnte die eigentlich für solche Fälle parallel verlaufende Leitung auch keinen Strom liefern und die gegenseitige Absicherung fiel aus.

 


 

„Wende-Leiche“ statt Wasserleitung in Roitsch

Eigentlich wollten die Arbeiter einer Tiefbaufirma nur eine neue Trinkwasserleitung verlegen. Noch dazu in einem Gebiet, in dem es laut Kataster keine anderen Leitungen geben sollte. Zuerst stießen sie auf menschliche Skelettreste und informierten die Bodendenkmalpflege ordnungsgemäß. Die Fachleute stellten aber fest, dass die menschlichen Überreste nicht alt waren, sondern höchsten 20-25 Jahre hier im Boden lagen. Bei weiteren Grabungen stieß die Kripo dann noch auf eine Wasserleitung, die aufgrund der „West-„Materialen erst nach der Wende hier verlegt worden sein konnte. Ein direkter Anwohner war bis dahin noch der Meinung gewesen, dass „solange er hier leben würde, nie eine Baumaßnahme stattgefunden habe!“ Noch ist die Frage ungeklärt, wie Leiche und Wasserleitung kurz nach der Wende in den Boden kamen.

 


 

Verspätungen bei Münchener S-Bahn

Wegen ausströmenden Gases musste Mitte Oktober im Münchner Stadtteil Oberföhring mehrere Straßen gesperrt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei Bauarbeiten eine 40 cm-Gasleitung beschädigt. Verletzt wurde niemand, aber auch die S-Bahnstrecke zwischen Johanneskirchen und Daglfing wurde vorläufig gesperrt. Im weiteren Verlauf des Tages kam es zu Behinderungen aufgrund eines Technikausfalls der S-Bahn und eines Unfalls zwischen einem Pkw und einer Bahn. Der Notfahrplan konnte aufgrund der Probleme erst verspätet einsetzen, daher kam es zu erheblichen Verspätungen und Behinderungen, die mehrere Tage anhielten.

 


 

Leck in Gasleitung im hessischen Raunheim

Bei Baggerarbeiten auf einem Gewerbegelände in Raunheim wurde in der zweiten Februarwoche eine Hauptgasleitung beschädigt. Die Feuerwehr, die von weiteren Einsatzkräften aus dem Kreisgebiet unterstützt wurde, war gegen neun Uhr zu der Unglücksstelle gerufen worden. Zeitgleich machte sich ein Gefahrgut- und Unfallzug der Feuerwehr auf den Weg. Wegen Explosionsgefahr wurde das Areal weiträumig abgesperrt. Da der Schaden an einer Übergabestelle entstanden war, mussten erst die Zuständigkeiten geklärt werden, da auf dem Gewerbegebiet Gasleitungen der Stadtwerke Mainz, von EON und Mainova zusammentreffen. Das Leck konnte jedoch relativ schnell geschlossen und somit Entwarnung gegeben werden.

 


 

Stromausfall in Kassel

Anfang Dezember beschädigte ein Baggerführer eine 10.000-Volt-Leitung, an der insgsamt 13 Verteilstationen angeschlossen waren. Das Resultat: In etwa 2000 Haushalte der Kasseler Innenstadt und zahlreiche Unternehmen waren ohne Strom. Da der Stromausfall gleichzeitig einen Defekt in einer Trafostation auslöste, dauerte es fast 3 Stunden, bis alle Anwohner wieder Strom hatten.

 


 

Ampelchaos in Hamburg.

Nachdem ein Baggerführer Anfang Oktober 2010 die Stromleitung zur Versorgung der Ampeln gekappt hatte, hatten 85 Ampeln in Hamburg und Umgebung keine Verbindung mehr zum zentralen Verkehrsrechner. Damit konnten funktionierten sie zwar noch vor Ort, aber leider nicht mehr koordiniert. Damit entfiel auch die „Grüne Welle“.

 


 

Statt Loch gebohrt gleich durchgebrochen!

Erst ein Raupenfahrzeug mit Bohrer und dann noch ein Kleinbagger.

Am Dienstag, den 19. Juni 2012, sollten Bohrarbeiten in der Mainzer Rheinstraße stattfinden. Doch statt eines gezielten Bohrlochs wurde ein ungewollter „Einbruch“ daraus. Unter dem 80 Tonnen Bohrer auf Raupenketten gab plötzlich der Boden nach und das Gerät sackte ab. Das schon aufgerichtete Bohrgestänge, immerhin gut fünf Etage hoch, kippte seitwärts weg und beschädigte ein Haus im Mansardenbereich. Da die Gefahr des weiteren Umkippens sowie des Durchbrechens vom Bohrgestänge bestand, mussten neben dem beschädigten Haus auch benachbarte Häuser geräumt und die Rheinstraße gesperrt werden. Mit zwei Autokranen wurde in den Abendstunden dann das Bohrfahrzeug geborgen, was zu weiteren Verkehrsbehinderungen auf der Rheinstraße, immerhin eine der meistbefahrenen Innenstadtstraßen von Mainz, führte. Als man nach der Bergung des Raupenfahrzeuges die Grube verfüllen wollte, brach plötzlich auch der Boden unter einem Kleinbagger nach und verschluckte diesen fast komplett. Der Baggerführer konnte sich durch die Dachluke befreien und blieb unverletzt. Nach dem zweiten Einbruch ruhen die Arbeiten auf dieser Baustelle erst einmal und es muss neu sondiert werden. Wieso es zu den zwei Einbrüchen kam, bleibt unklar. Scheinbar hatte keiner der Beteiligten gewusst, dass auf der Grundstücksfläche noch Kellergewölbe eines vormaligen Hauses zu finden waren - was nicht weiter verwunderlich ist, denn zwei Berichte unabhängiger Bodengutachter sowie der Bericht des Kampfmittelräumdienstes benennen die jetzt „aufgefundenen“ Hohlräume nicht. Weitere Infos: 1. Einbruch <1>Allgemeine Zeitung 2. Einbruch <2>Allgemeine Zeitung

 


In der Tagespresse ...

Tageszeitung Baggerunfall  
Bild: Lippische Landes-Zeitung vom 13. März 2012 <1>www.lz.de

 

... und dann noch mit Bild! Auch hier dürfte der Bauunternehmer keinen Spaß gehabt haben, als Mitte März in der Lippischen Landes-Zeitung neben einem großen Artikel auch noch ein Bild abgedruckt wurde, auf dem deutlich der Bagger samt Firmenschild zu sehen war.

 


 

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