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Profi-Partner-Club Sicherer Tiefbau

Schadensbeispiele

Aus Schaden wird man klug

Wir wollen hier niemanden anprangern. Hier werden Schadensmeldungen gesammelt um daraus zu lernen und um vorbereitet zu sein im Schadenfall das Richtige zu tun, um Schlimmeres zu vermeiden.

Bauarbeiten gefährden Leitungen und Anlagen und erfordern besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt

Nicht nur durch Baggerarbeiten werden Kabel und Leitungen beschädigt, sondern auch durch andere technische Eingriffe im Boden. Zum Beispiel durch bohren, pressen, spühlbohren, rammen, pflügen, fräsen, abtragen, verdichten, meisseln.
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„Wende-Leiche“ statt Wasserleitung in Roitsch

Eigentlich wollten die Arbeiter einer Tiefbaufirma nur eine neue Trinkwasserleitung verlegen. Noch dazu in einem Gebiet, in dem es laut Kataster keine anderen Leitungen geben sollte. Zuerst stießen sie auf menschliche Skelettreste und informierten die Bodendenkmalpflege ordnungsgemäß. Die Fachleute stellten aber fest, dass die menschlichen Überreste nicht alt waren, sondern höchsten 20-25 Jahre hier im Boden lagen. Bei weiteren Grabungen stieß die Kripo dann noch auf eine Wasserleitung, die aufgrund der "West-"Materialen erst nach der Wende hier verlegt worden sein konnte. Ein direkter Anwohner war bis dahin noch der Meinung gewesen, dass "solange er hier leben würde, nie eine Baumaßnahme stattgefunden habe!" Noch ist die Frage ungeklärt, wie Leiche und Wasserleitung kurz nach der Wende in den Boden kamen.
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Tödlicher Unfall

Tragisch endete ein Unfall in Husum Ende Oktober. Ein Bauarbeiter wollte einen Kran für die Montage einer Photovoltaik-Anlage in Sönnebüll einweisen. An seinem Standort wurde er jedoch durch die Sonne geblendet und übersah eine 20 KV Mittelspannungsleitung. So fuhr der Kran weiter und kollidierte mit eben dieser Stromleitung. Der Strom floss über den Kran in den Boden und verletzte den daneben stehenden Mitarbeiter so schwer, dass er nach erfolgreicher Reanimation per Hubschrauber in das Schwerbrand-Verletzten-Zentrum der UNI-Klinik Lübeck geflogen werden musste. Der Kranführer selbst blieb unverletzt, weil er in seiner Kabine sitzen geblieben war.

Langzeitschaden an Fernwärmeleitung

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Heißer Wasserdampf entweicht an einer Straßenecke im Bereich der Universität Bremen aus einem Krater mit etwa fünf Metern Durchmesser. Wahrscheinlich durch Bauarbeiten ist hier zuvor das Rohr einer Fernheizung gebrochen und zusammengestürzt. Das Erdreich gab daraufhin nach und bildete das Loch im Gehweg.

Strom und Wasser fielen in Potsdamer Einkaufszentrum aus

Beherzt hatte der Baggerführer Mitte Oktober die Schaufel seines Baggers in das Erdreich gerammt und prompt getroffen. Die Folge war ein massiver Stromausfall, bei dem neben einigen Potsdamer Vororten auch ein Einkaufszentrum ohne Strom blieb. Da auch das Wasserwerk in Staaken von der Elektrizitätszufuhr abgeschnitten wurde, sank der Wasserdruck in einigen Gemeinden. Ursprünglich sollte nur eine alte Wasserleitung aus der Erde gebaggert werden, aber der Maschinenführer baggerte emsig viel weiter, als eigentlich geplant war. Pech nur, dass er gleich beide Mittelspannungsleitungen des Stromnetzes durchtrennte, so konnte die eigentlich für solche Fälle parallel verlaufende Leitung auch keinen Strom liefern und die gegenseitige Absicherung fiel aus.

Bagger erwischt Hochspannungsleitung – ein Verletzter

Am 15.09.2015 führte das Landesamt für Bodendenkmalpflege in Stralsund Grabungen zur Sicherung und Dokumentation archäologischer Funde durch. Die Grabungen wurden durch einen durch das Landesamt beauftragten Bagger durchgeführt. Gegen 16.00 Uhr beendete der Führer des Baggers die Arbeiten und wollte die Grabungsstätte verlassen. Hierbei stieß er mit dem Ausleger des Baggers mit einer 20-KV-Überlandleitung (Oberleitung) zusammen. Dabei rissen zwei Kabel und fielen auf das Dach eines Transporters, in dem sich zwei Mitarbeiter des Landesamtes befanden. Der zuständige Grabungsleiter, ein 41-jähriger Stralsunder, stand außerhalb des Transporters. Er wurde durch den entstandenen Lichtbogen erfasst und erlitt einen Stromschlag. 
 
Auf Grund des Stromschlags kam der Grabungsleiter zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Insassen des Transporters sowie der Baggerführer wurden durch den Faraday

Fehlende Grabensicherung

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Bauarbeiter hatten drei Meter tiefen Graben nicht abgesichert. Einer von ihnen wurde verschüttet.

Meterhohe Stichflamme

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In Tornesch in der Nähe von Hamburg geriet Mitte Juni eine Gasleitung in Brand. Die Stichflamme schlug bis zu mehrere Meter hoch aus dem Boden der Baustelle. Ein Baggerfahrer hatte bei Bauarbeiten am Rand eines Neubaugebietes zugleich eine Gas- und eine Stromleitung getroffen. Vermutlich entstanden dabei Funken, die das ausströmende Gas sofort entzündeten. Die Feuerwehr ließ bis zum Eintreffen der Fachleute die Flamme kontrolliert brennen und stellte mit ihrer Ausrüstung die Sicherheit für die Umgebung her. Nachdem der Brand gelöscht worden war, konnten die Mitarbeiter der betroffenen Energieversorger die Schäden an den Versorgungsnetzen dann auch beheben.